Das Rohmaterial des Sportbandes “Bandalawi Fit“ wird aus Naturkautschuk bestehen. AlsRohstofflieferant dient der tropische Gummi- oder Kautschukbaum, der zu den natürlichen Ressourcen Malawis zählt. Um Kautschuk zu gewinnen, wird die Rinde des Baumes bogenförmig angeschnitten. An der Schnittstelle fließt das Latex aus, das anschließend in Behältern aufgefangen wird.

Da der Transport und die Weiterverarbeitung des Latex in flüssiger Form nur schwierig zu handhaben ist, wird der gewonnene Latexsaft filtriert, mit Wasser verdünnt und durch den Zusatz verschiedener Mittel wie Ameisensäure oder Essigsäure zur Gerinnung gebracht. Im Anschluss wird die entstandene Masse in dünne Kautschukfelle gewalzt und zum haltbar machen getrocknet oder geräuchert.

Naturkautschuk besitzt in seiner Ursprungsform einzigartige Eigenschaften, die jedoch nur schwer verändert werden können. Er ist temperaturempfindlich, weich und elastisch und wird bei der Lagerung durch Lichteinwirkung und Luftsauerstoff angegriffen. Aus diesem Grund wird der Naturkautschuk vulkanisiert. Bei der Vulkanisation wird der Kautschuk mit Schwefel und einigen anderen Stoffen vermengt und erhitzt. Der Schwefel bewirkt, dass die langkettigen Kautschukmoleküle langkettig vernetzt werden. Je höher der Schwefelanteil, desto härter wird das gewonnene Produkt. Kurz gesagt, dient das Verfahren der Überführung der Kautschukmischung von einem wetterunbeständigen in einen wetterbeständigen Zustand. Um zu gewährleisten, dass das Vulkanisat die gewünschten Eigenschaften erhält, ist es notwendig, dem Hauptbestandteil Kautschuk weitere Zusatzstoffe beizumischen. Zu diesen Stoffen gehören unter anderem Füllstoffe, Weichmacher oder Aktivatoren.

Wie geht es nun weiter?

Aktuell sieht sich unser Herstellungsteam mit der Schwierigkeit konfrontiert, Gummibaumplantagen ausfindig zu machen, welche sich zur Gewinnung der Latexmilch nutzen lassen. Eine potenzielle Plantage, die Vizara Plantations in Nkhatabay, wurde bereits gefunden. Nun ist es die Aufgabe des Teams herauszufinden, ob diese Plantage für die Nutzung der Milch zugänglich ist und ob sich der Produktionsprozess unter den vor Ort gegebenen Bedingungen umsetzen lässt. Wir sind gespannt wie es weitergeht!