Endlich ist es soweit, mit dem Workshop zur Auswahl der Produkte startet das Entwicklungsprojekt„Malawi hilft allen!“ in die zweite Runde!

Diesen Erfolg haben wir vor allem den fleißigen Mitgliedern der Projektmanagement- und Produktdesignteams zu verdanken, die bereits im Vorfeld exzellente Arbeit bei der Vorbereitung des Workshops geleistet haben. Ziel der Veranstaltung am 05.08.2019 war es, unter verschiedenen Produktvorschlägen diejenigen auszuwählen, die das Potenzial besitzen, in Deutschland erfolgreich vermarktet werden zu können.

Das Produktdesignteam führte einen Design-Thinking-Workshop durch, um geeignete Produktideen zu identifizieren und genauer auszuarbeiten. Die Teammitglieder beschäftigten sich intensiv mit derKernfrage: „Was möchte das Projekt erreichen?“. Neben der Anwendung unterschiedlicher Methodender Ideenfindung wurden Prototypen angefertigt und explorative Interviews in der Innenstadt von Pforzheim durchgeführt. Der Workshop mündete in vier ausgezeichneten Ideen, die im Anschluss vorgestellt werden. Das Auswahlverfahren wurde mithilfe einer SWOT-Analyse durchgeführt, die bereits im Vorfeld sowohl eventuelle Chancen und Risiken als auch Stärken und Schwächen der Produktidee aufdecken sollte. Die Teilnehmer des Projektes nahmen in gemischten Gruppen an der Beurteilung teil, sodass die Produkte aus mehreren Blickwinkeln unter die Lupe genommen werden konnten.

Produkt 1: Bandalawi Fit

Bei dem Produkt handelt es sich, wie der Name bereits verrät, um ein Fitnessband, dessen Rohmaterial aus den in Malawi wachsenden Gummibäumen gewonnen werden soll. Zur Vermarktung sollen die Fitnessbänder je nach Geschmack mit einem afrikanischen oder konservativen Muster verziert werden. Das Band könnte nicht nur im Sport verwendet werden, sondern auch als Schmuckartikel oder als Bindeglied für Taschen genutzt werden.

Produkt 2: Pack-up

Hinter dem Namen „Pack up“ verbirgt sich eine Fahrradtasche, deren Rohmaterial aus aussortierten, gebrauchten Fahrradschläuchen entstehen soll. Die Fahrradschläuche sollen bei der Herstellung in schmale Streifen geschnitten, verflechtet und mit einem Innenfutter abgedichtet werden. Durch den Einsatz von Textilfasern könnten die Taschen mit einzigartigen Mustern verziert werden. Da die Zusammenstellung der Taschen auf dem Baukastenprinzip beruht, könnte die Größe und die Zusammensetzung der Taschen auf individuelle Wünsche und Bedürfnisse angepasst werden. Das Produkt knüpft an den Circular Economy Gedanken an und ist ein klares Statement gegen die heutigeLinearwirtschaft (auch „Wegwerfgesellschaft“).

Produkt 3: Moyo

Bei Moyo handelt es sich um ein Superfood, das aus den pflanzlichen Ressourcen Malawis hergestellt werden soll. Der Gedanke hinter dem Produkt beruht auf den Gesundheitsvorteilen, die sich aus dem hohen Gehalt an wertvollen Inhaltsstoffen ergeben. Vor allem in Deutschland erfreuen sich Superfoods wie Früchte und Samen einer rasant steigenden Beliebtheit. Mit dem Konsum des Produktes würde man nicht nur eine gesunde Ernährung sicherstellen, sondern gleichzeitig etwas Gutes für seine Mitmenschen in weniger begünstigten Regionen tun.

Produkt 4: Tiji Tea

Das Wort Tiji entstammt der malawischen Amtssprache Chichewa und bedeutet „Tee“. Bei derHerstellung des Tiji Teas würde ausschließlich auf die pflanzlichen Ressourcen Malawis

zurückgegriffen. Abheben kann sich das Produkt durch die Kombination zahlreicher, wohlschmeckender Früchte und Kräuter. Der Tee soll als lose Variante oder in umweltfreundlichen Baumwollbeuteln angeboten werden.